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Original Post: Microsoft's neue Produkte und des Entwicklers Zukunft ...
Feed Title: Norbert Eder - Living .NET
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Grundlegend sind mir die aktuellen Versionen und kommenden Anwendungen von Microsoft bekannt. Kein Wunder. Schließlich liest man ja überall darüber. Wenn man nun aber an einem Tag mit so ziemlich allen neuen Produkten aus dem Hause Microsoft konfrontiert wird, bekommt man so wirklich mit, was denn nun auf uns Entwickler (und Designer) zukommt.
Ja. Das ist nicht wenig und im Grunde muss man sich schon sehr gut überlegen in welche Richtung man persönlich gehen möchte. Zahlreiche Möglichkeiten tun sich auf, aber kaum jemand wird es schaffen, sich tatsächlich mit allem zu beschäftigen.
Für mich stellt sich nun weiters die Frage, wohin dies führen soll. Viele neue Produkte, viele neue Möglichkeiten. Prinzipiell gut. Aber irgendwann ist es einfach zuviel. Derzeit will Microsoft wohl den gesamten Markt aufrollen und das noch mit aller Gewalt. Ich persönlich glaube aber nicht, dass sehr viele auf den Zug aufspringen werden.
Firmen, die gerade erst auf Visual Studio 2005 aktualisiert haben werden wohl wenig Interesse haben bald eine neue Version zu kaufen. Feature hin, Feature her. Anstatt der neuen Möglichkeiten durch die neuen Frameworks wäre es sehr sinnvoll Visual Studio selbst entsprechend zu erweitern. Man sehe sich hier einmal Eclipse an. Hier werden sehr viele Funktionen mehr quasi kostenlos angeboten. Immerhin kann unter Orcas nun die .NET Zielversion gewählt werden. Funktioniert jedoch auch erst ab 2.0.
Im Grunde sollten sämtliche Neuerungen gemacht werden, um dem Entwickler (oder Architekten) sein Leben zu erleichtern. Aktuell passiert genau das Gegenteil. Anstatt wirkliche Neuerungen einzuführen finden alte 'Technologien' ein Revival. Zuerst Ajax (gut, das wächst nicht auf den Mist von Microsoft) und im gleichen Atemzug XAML. Deklarative Sprachen hatten wir doch auch schon. Wurden aber dann doch lieber wieder verworfen. Heute sind sie wieder modern. Bahnt sich hier ein neues Paradigma an? Oder liegt es vielleicht daran, dass wirklich gute Ansätze fehlen? Ganz ehrlich? Ich glaube Letzteres.
Es ist gut, Dinge ändern zu können ohne Änderungen am Source vorzunehmen. Aber es dreht sich alles im Kreis. Injections (beispielsweise durch den Policy Injection Block) sind eine nette Sache. Wird uns allerdings durch AOP auch schon längere Zeit vermittelt. Was also kann man tun, um die Softwareentwicklung wirklich weiter zu bringen. Komponenten spielen hier sicherlich eine große Rolle. Ebenfalls SOA. Anwendungen müssen soweit sein (oder generell Frameworks), dass sich jeder seine Komponenten selbst zusammenfügen kann. Eigentlich sind wir davon nicht mehr weit entfernt. Aber wie wird das Problem mit der UI gelöst? XAML wird hier nicht die Lösung sein. Etwas Mächtigeres und vor allem einfacheres muss hier her. Wie das auszusehen hat kann ich auch nicht sagen. Aber es muss sich etwas tun.