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Gedanken zum perfekten Software-Design

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Nickname: nitronic
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Norbert Eder works as a software architect.
Gedanken zum perfekten Software-Design Posted: Dec 3, 2008 2:48 AM
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Original Post: Gedanken zum perfekten Software-Design
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Peter Bucher hat in seiner Blogpost Es gibt kein perfektes Design, oder doch über die Qualität des Sourcecodes in Projekten geschrieben. Einige der Punkte möchte ich so aber nicht stehen lassen.

Entwickler und Wunschdenken


Im Gegensatz zum zugrunde liegenden Artikel bin ich nicht der Meinung, dass das Wunschdenken bei vielen Entwicklern in Richtung "Perfektes Design" geht. Vielmehr ist es den meisten Entwicklern wichtig, dass die umzusetzenden Punkte in der veranschlagten Zeit umgesetzt werden. Die Qualität wird daher oft außen vor gelassen. Dies resultiert darin, dass sich viele Entwickler kaum Zeit nehmen zu prüfen, wie ein Algorithmus etc. entwickelt werden kann, so dass er performant und zukunftssicher ist.

Das heißt, das Wunschdenken vieler Entwickler geht meist in Richtung "Hoffentlich bin ich bald fertig mit meinem Task". Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Keine Frage. Aber sie sind nicht in der Mehrheit.

Debugging-based Development


Ein wichtiger Punkt hierbei ist - und diesen habe ich schon sehr sehr oft erlebt - das Entwickeln per Debugging. Was bedeutet das? Es werden ein paar Codezeilen geschrieben, dann wird gleich der Debugger angeworfen um zu sehen ob es funktioniert. Wenn nicht, dann gibt der Debugger ohnehin Bescheid an welcher Stelle es knackt. Dort wird eine Änderung durchgeführt und der nächste Debug-Durchlauf startet.

Vielmehr sollte sich der Entwickler zuvor Gedanken darüber machen, was denn da wirklich gefordert wird. Daraus ergeben sich Anforderungen an den zu schreibenden Code. Hier ist es oft sinnvoll, sich vielleicht doch ein paar Minuten mit dem MSDN auseinander zu setzen. Eventuell gibt es dann doch einen Hinweis, der mich das Problem wesentlich eleganter lösen lässt. Zusätzlich ist es immer von Vorteil, sich den Ablauf des Problems aufzumalen. Ob dies nun via UML-Tool passiert, per Visio (ja, kann auch UML) oder einfach am Blatt Papier hängt von der Komplexität und der Anzahl der notwendigen Klassen ab. Aber es fängt schon bei Methoden an, die drauflos entwickelt werden.

Das Hauptproblem bei Machen wir einfach mal schnell ist, dass irgendwann der Punkt kommt, der eine Änderung erfordert. Es funktioniert nicht so, wie man sich das gedacht hat. Und hier fängt es an: Der Code wird mit Gewalt so zurechtgerückt, dass er schlussendlich funktioniert. Im Schönwetter-Fall.

Streben nach Perfektion


Der eine hat's, der andere nicht. Es wäre eine Verallgemeinerung zu behaupten, dass jeder Entwickler nach Perfektion strebt. Viele wollen das Produkt fertig stellen, damit Geld herein kommt. Andere reden sich auf den Zeitdruck aus. Andere wollen wieder eine vergoldete Glaskuppel bauen und können ihr Projekt nie abschließen. Es muss also ein Mittelweg gefunden werden. Dieser sollte sowohl in sauberen Code (wie sieht sauberer Code aus?), Einfachheit und Zukunftssicherheit resultieren. Ebenso wenig sollte die Testbarkeit vergessen werden.

Fazit


Es gibt zwar kein perfektes Design, es gibt auch keinen perfekten Sourcecode. Aber jeder Entwickler sollte sich zumindest Mühe geben, Coding-Standards einzuhalten, sich mit seiner Programmiersprache als Werkzeug zu beschäftigen und diese auch entsprechend einzusetzen wissen. Ebenso gehört dazu, auch einmal die eine oder andere Minute mit dem Lesen der Dokumentation zu verbringen und grundsätzlich analytischer an die Problemstellung heran zu gehen.

Sehr gut funktioniert es, sich zuvor zu überlegen, wie denn der neue Code verwendet werden soll. Ein Zeilen wie die neuen Klassen und/oder Methoden verwendet werden sollen und schon erkennt man frühzeitig Probleme und kann diese noch vor dem Start der Implementierung bereinigen. So kleine Dinge können so viel verbessern.

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