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by Damir Tomicic.
Original Post: Technologie-Trends 2009
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In meinem aktuellen Vortrag zum Thema "Das Wohnzimmer der Zukunft" habe ich
mich mit Themen auseinandergesetzt, die das sog. "Next Web", wenn man so
die Zeit nach Web 2.0 nennen kann, ausmachen.
Wenn iTunes, last.fm und current.tv die Aushängeschilder der Web 2.0 Zeit sind, was
zeichnet die Rolle der "Next Web" Anwärter aus? Es ist klar die
Plattform- und Servicedenke, die bei Amazon WS, MobileMe, Xbox Live und Zune.net zu
finden ist. Die "Edge Power" der Clients wird mit derzeit verfügbaren hohen
Bandbreiten kombiniert, eine neue Benutzererfahrung ermöglicht und durch konsequente
Nutzung der Services auch neue Art der Benutzerinteraktion - mit dem Anbieter und
miteinander.
In Rahmen des Briefings für das Event wurde ich gefragt, welche Treiber die Entwicklung
im nächsten Jahren vorantreiben werden. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich für
folgende fünf Aussagen entschieden.
Der Trend ist Medienkonvergenz
Die Plattform ist IP
Die Strategie ist Interaktion
Der Fokus sind Services
Die Zukunft ist Mobil
Das Next Web zeichnet eine massive Skalierung aus. In diesem Zusammenhang
sehe ich Cloud Services nicht unbedingt als den ultimativen Treiber für 2009, vielmehr
als Enabler für die kommenden Jahre. Der skalierbare Zugang für die notwendige Masse
- für alle, nicht mehr für wenige - wird nur auf diesem Wege ermöglicht. Viel wichtiger
ist der zentrale Austausch der Daten, die Plattform, die Vernetzung. Was Apple mit
MobileMe bereits angefangen hat und was Microsoft mit Live Mesh etwas übergreifender
versucht, ist deutlich akuter. Die Inhalte werden nicht nur mehr, sondern zunehmend
auch reichhaltiger und hochwertiger.
Cisco Networks erwartet bis 2011 ein monatliches Datenaufkommen von 29 Exabytes, zunehmend
aufgrund enorm verstärkter Video-Nutzung. Bereits zwei Drittel der Deutschen Internet-Nutzer
(44,3 Millionen derzeit) nutzen das Video-Angebot. Im Moment passiv, im kommenden
Jahr dann aktiv und zunehmend Geräteübergreiffend. Bereits 6% der "Golden Youth"
Kategorie (25-34 Jährige) konsumieren die Video-Inhalte auf einem mobilen
Gerät, 19% nutzen das Gerät für die Kommunikation ohne Sprache, 10% surfen und 15%
nutzen es für E-Mail, die Tendenz stark steigend. Bereits die Hälfte der Zielgruppe
kann nicht auf die Netzverfügbarkeit verzichten, ist nach 21:00 auch online und 36%
sind sogar intensive Internet-Nutzer. Diese Zielgruppe fordert Interaktion und Service-Orientierung,
ist aber dafür bereit inhaltlich mitzugestalten.
Die Entwicklung der Angebote, die diese zahlungskräftige und mobile Zielgruppe bedienen
können, wird daher maßgeblich durch die oben genannte Treiber beeinflusst.