This post originated from an RSS feed registered with .NET Buzz
by Damir Tomicic.
Original Post: Social Media Strategy For 3 Screens
Feed Title: Damir Tomicic : community powered
Feed URL: http://tomicic.de/SyndicationService.asmx/GetRss
Feed Description: stuff about .NET, community and life - in several languages.
Für
mich persönlich die spannendste Ankündigung [1] auf diesjähriger CeBIT und etwas woran
ich in den vergangenen Monaten mitgearbeitet habe - das Thema "Social
Media" im Unternehmensszenario. Auf der CeBIT werde ich einiges davon vorab
zeigen können, die richtige Ankündigung erfolgt auf der MIX-Konferenz in Las Vegas.
Die Idee ist nicht neu, seit mind. 15 Jahren schreibt sich jeder WCM/ECM-Hersteller
medienneutrales Cross-Publishing auf die Pfane. Und in der Tat beherrschen
die meisten Systeme die Aufgabenstellung ganz prima. Daran scheitert es auch nicht.
Die Inhalte waren nicht Social lediglich vorbereitet vorgehalten. Die Ausgabekanäle
aus der Vergangenheit waren durchgehend unidirektional, es ging mehr um die Verteilung
als um die Interaktion, geschweige den Soziale. Die Verknüpfung der Kanäle erfolgte
auch nur im Backend, die Teilnahme der User lediglich als Feedback.
Eine gut ausgebaute aber einspurige Autobahn mit einem hohen Qualitätsanspruch. Leider
nicht mehr Zeitgemäß. Nicht der Qualitätsanspruch, sondern die Autobahn.
So in etwa wenn man Voice-over-IP mit einer Schnur und zwei Dosen vergleichen möchte.
Die meisten Unternehmen teilen die Herausforderungen der modernen (sprich
aktuellen und zukünftigen) Kommunikation - die Inhalte werden erzeugt,
irgendwo abgelegt und werden teilweise prozessorientiert und teilweise ad-hoc verteilt.
Am Anfang läuft alles prima, in einem dritten gar vierten Lauf sieht die Welt nicht
mehr so rosa aus. Wer gerade noch schafft kampagnenorientiert zu handeln, fragt sich
auch schnell ob die Entscheidung richtig war, ob sich die Aktivität im nachinein gelohnt
hat und eine weitere folgen sollte? Wie sieht es mit der Monetarisierung aus, hätte
man lieber auf die Werbung verzichten und die Inhalte erst gar nicht kostenfrei anbieten
sollen? Hinzu kommt natürlich auch die Sorge um die Lizenzen, Rechte und die
Qualität (sprich HD). Und um den Buzz. Natürlich die Steuerung und das Monitoring.
Huh! So viel zu beachten und zu lösen ... :-(
Ein Template [2] des "Social Media Newsroom" Konzepts hat bereits vor einiger Zeit
die Agentur SHIFT veröffentlicht. Das war m.E. aber nur der erste Schritt. Die
Zielsetzung ist in der Tat ähnlich, allerdings wollen wir nicht einen Schritt
sondern einen ganzen Weg weiter gehen (und sich nicht in eine einzige Web-Seite
reinquetschen). Nicht Web 2.0 sondern Next Web denken. Gar nicht Web sondern IP, über
alle möglichen Geräte hinaus.
Es tun sich viele Fragen auf, die eine integrierte, dafür aber serviceorientierte
Lösung erfordern. Eine "3 Screens" Strategie - für die mobilen und stationären
Geräte, die über IP miteinander verbunden sind. Wie kommuniziert man integriert auf
eigener Website, auf PR-Portalen, auf Facebook und Twitter, auf einem Phone, Laptop
und einem Media Center PC? Und wie wertet man es aus?
Was ist alles dafür notwendig?
Eine zentrale und medienneutrale Verwaltung der textuellen und multimedialen
(Bilder, Audio, Video, Applikationen etc.) Inhalte samt Verwaltung der Meta-Daten
und Beziehungen ist die Basis. Darauf kommt das Backend-Tracking und Digital Rights
Managements. Dann die Bulk-Prozesse und Workflows. Dann die Services und die Protokolle.
Dann eine Bibliothek mit verschiedenen interaktiven Komponenten, die allesamt einen
Rückkanal beinhalten. Dann kommt die Monetarisierungsengine und das Frontend-Tracking
hinzu. Und so weiter .. So langsam aber sicher werden die Zutaten für ein perfektes
Menue aufgelistet. Die Gewürze (sprich die Details) erwähne ich erstmal nicht.
Technologisch spannend ist natürlich die Herausforderung einer verteilten Kommunikation
(dafür wurde .NET erfunden, nur das Thema ist nicht mehr so "IN"
wie früher), die Interaktion und die Plattformheterogenität (dafür wurde Silverlight erfunden) und
die Monetarisierung (dafür wurde das Euro erfunden).
Daher betrachten wir auch alles ein bisschen breiter und haben eine ganze Menge an
nützlichen Komponenten in der Tasche, die verschiedene Einsatzszenarien ermöglichen.